Schlimm ist, wenn gar nichts hängen bleibt. Sie reden und reden, mühen sich ab, mit Statistiken, mit Fakten, mit Querverweisen – doch kaum ausgesprochen, ist alles wieder vergessen. Das über Wochen ausgetüftelte Rede-Konzept verfängt nicht in den Ohren, das Publikum schaut trübe auf die Blumedeko. Was Sie brauchen, ist etwas Knackiges, etwas Zitierfähiges. So wie dieser Herr:
Wumms! Und mit einem Schlag ist Ihre trübe Rede in aller Munde. Da halten die Kameras drauf, ihr Spruch wird millionenfach im Internet geklickt, im Fernsehen gezeigt, in jeder Zeitung veröffentlicht (Chronistenpflicht!!). Kein Wunder, dass vor allem in der Politik permanent nach knackigen, medientauglichen Zitaten gefahndet wird. Bemühen Sie sich daher,
Es gibt welche, die nehmen einfach ein Manuskript. Stellen sich hinter ein Pult und lesen Wort für Wort ab. Andere haben ein Microport an die Backen geklebt und gucken auf den Teleprompter. Wieder andere lassen sich den Text per Beamer an die gegenüberliegende Wand werfen. Brenzlig wird’s, wenn’s nicht richtig funktioniert:
Keiner will eine Rede auswendig lernen. Außer Schauspielern, die bei Preisverleihungen wie „Beste männliche Kurzhaarfrisur Non-Fiction“ völlig „überrascht“, „überwältigt“ und mit feuchten Augen eine tagelang vorbereitete Rede in den Saal ventilieren: „…meinen Eltern, dem ganzen Team…“. Generell sollte man das Ganze allerdings nicht ohne Manuskript angehen,