Mit Zahlen ist das so eine Sache. Zahlen in einer Rede stehen zwar für Kompetenz bzw. für Kompetenzkompetenz. Das Problem: Niemand hört gerne Zahlen. Außer vielleicht Menschen, die mit Excel-Dateien ins Bett gehen. Alle anderen tun sich schwer mit der Zahlenhuberei. Deshalb werden Zahlen oft und gerne bildlich aufgelöst, wie in diesem unvergessenen Klassiker:
Eine schöne Idee. Auf jeden Fall schöner als kalt verlesene Zahlenkolonnen. Schöner als die Zahlenmassaker einer deutschen Hauptversammlungsrede. Was Zahlen für Redner so attraktiv macht: sie klingen sachlich, klar, unumstößlich. Mit Zahlen lässt sich immer perfekt argumentieren. Wenn die Zahlen gut sind. Wenn es nicht so gut ausschaut, dann
aber leider immer erst dann, machen sich Redner Gedanken, wie sie ihre Zuhörer mit weniger Zahlen behelligen könnten. Generell gilt: Mehr als drei Zahlen in einer Rede kann sich kaum ein Menschen merken. Es ist daher nicht verkehrt, die Zahlen bildlich aufzulösen. Wer die Auflösung in Fußballfelder (“so groß wie vier Fußballfelder”) nicht mehr hören geschweige denn sprechen will, sollte das Hirn anwerfen und neue Bilder finden – oder auf Zahlen verzichten, auch wenn’s schwer fällt.
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