Empfehlenswert ist sie nicht, die Provokation. Wer vor sein Publikum tritt und sagt. „Ich habe überhaupt keine Lust vor Ihnen zu reden! Wie Sie schon aussehen! Grauenvoll!!!“ – wird Abstriche bei den Sympathiewerten machen müssen. Das wiederum erschwert die Überzeugungsarbeit. Wählen Sie daher das Stilmittel der Provokation nur im äußersten Notfall, wie dieser Herr:
Neben dem Gespür, wann es angebracht ist, dass einem „der Hals anschwillt“ bzw. „der Kragen platzt“, sollte man bei der Provokation in jedem Fall über ein Mikrofon verfügen.
Während die Kombattanten unverstärkt durch die Halle krakeelen müssen und ihre Argumentation fast nicht durchdringt – verfügen Sie über die Macht der Wattleistung. Damit lässt es sich leichter (und auch überzeugender) schimpfen, motzen und desavouieren. Generell sollten Sie statt der Provokation lieber das Kompliment wählen. Die Frage beim Schreiben sollte sein: „Welches Kompliment kann ich meinen Zuhörern machen?“ und nicht: „Wie bringe ich die Saubande endlich zum Schweigen?“ Das Verteilen von Komplimenten bringt Sympathien, die Provokation bewirkt eher das Gegenteil.
Schlagwörter: FC Bayern, Fußball, Hoeness, Mitgliederversammlung
09.07.2009 um 18:12 Uhr
Das ist ein Testkommentar.