Empfehlenswert ist sie nicht, die Provokation. Wer vor sein Publikum tritt und sagt. „Ich habe überhaupt keine Lust vor Ihnen zu reden! Wie Sie schon aussehen! Grauenvoll!!!“ – wird Abstriche bei den Sympathiewerten machen müssen. Das wiederum erschwert die Überzeugungsarbeit. Wählen Sie daher das Stilmittel der Provokation nur im äußersten Notfall, wie dieser Herr:
Neben dem Gespür, wann es angebracht ist, dass einem „der Hals anschwillt“ bzw. „der Kragen platzt“, sollte man bei der Provokation in jedem Fall über ein Mikrofon verfügen.
Verständlichkeit ist Trumpf. Ein Zuhörer kann nicht nachfragen und nicht zurücklesen. Innerhalb von Sekundenbruchteilen muss der Zuhörer den Inhalt Ihrer Rede aufnehmen. Das stellt hohe Anforderungen nicht nur an die Sprache, sondern vor allem auch an den dramaturgischen Aufbau. Der Herr im folgenden Beispiel wirkt sehr ambitioniert, allerdings unterlaufen ihm kleine Flüchtigkeitsfehler beim Aufbau:
Generell geht es beim dramaturgischen Aufbau darum, alle Fakten, Meinungen so aufzuarbeiten, dass es dem Rede-Ziel nutzt. Das gelingt unserem Probanden nur in Ansätzen.